Mallorca-Highlight des Monats: Weinprobe bei Macià Batle und José L. Ferrer (Teil 2)

Mallorca-Highlight des Monats: Weinprobe bei Macià Batle und José L. Ferrer (Teil 2)

Fortsetzung Highlight des Monats Euer Warten hat ein Ende: Hier nun der zweite Teil unserer feucht-fröhlichen Weinprobe auf Mallorca. Nachdem wir bereits eineinhalb weinselige Stunden bei Macià Batle verbracht haben, wartet jetzt noch ein weiteres Bodega-Highlight auf uns: das Traditionshaus José Luis Ferrer in Binissalem!

Von Macià Batle aus müssen wir dafür gar nicht weit fahren – genau genommen nur 6,2 Kilometer oder umgerechnet acht Autominuten in Richtung Binissalem. Einfach immer nur  stur geradeaus auf der uns inzwischen schon bekannten Schnellstraße MA-13 A. Das Weingut von José L. Ferrer zu verfehlen ist nahezu unmöglich, steht doch direkt am Ortseingang von Binissalem jene überdimensionale Rotweinflasche, die bestimmt jeder Mallorca-Besucher schon einmal gesehen hat, wenn er auf der Autobahn MA-13 von Inca in Richtung Palma gefahren ist.

Heute scheint unser Glückstag zu sein: Auch bei José L. Ferrer ist der Parkplatz neben der Bodega leer gefegt. Schauen wir mal, wie’s drinnen aussieht…

Als wir die Bodega betreten, bietet sich uns ein völlig anderes Bild als eben noch bei Macià Batle: In dem schmalen ellenlangen Verkaufsraum herrscht gähnende Leere; lediglich zwei Besucher sitzen schweigend an einem der vielen über den Raum verteilten weinfassförmigen Probiertische und nippen an ihrem Glas.

Die Atmosphäre ist hier eine komplett andere. Irgendwie kalt und ungemütlich. Warum? Ich glaube, es liegt am Einrichtungsstil, der eher modern-minimalistisch ist. Eigentlich mag ich das, aber für eine mallorquinische Bodega ist mir das doch irgendwie zu steril. Das liegt bestimmt auch mit an den unzähligen an der Decke montierten Halogenstrahlern, die ideal zum Ausleuchten eines OP-Saals geeignet wären, aber in einer Weinprobierstube eher fehl am Platz sind.

Doch so schnell lassen wir uns nur wegen der Äußerlichkeiten nicht Vergraulen … und überhaupt: Wir wollen hier ja nicht einziehen, sondern nur ein paar Gläschen Wein testen. Das passt schon!

Als wenn sie unsere Gedanken gelesen hätte, kommt im gleichen Augenblick auch schon eine weibliche Servicekraft auf uns zu und fragt, ob wir Lust auf eine Weinprobe  hätten! Eine Preisübersicht hat sie vorsichtshalber auch gleich mitgebracht.  Bei José L. Ferrer wird einem – im Gegensatz zu Marià Batle – der Wein nämlich nicht kostenlos ausgeschenkt! Je nachdem, wie viel und von welchen Weinen man probieren möchte, zahlt man entsprechend. Die günstigste Variante liegt dabei bei 7 Euro für drei Probiergläschen!

Wir entscheiden uns für die 7-Euro-Variante, und bestellen zwei Rotweine und einen Rosé!

 

Kurz darauf stehen die drei Weingläser auch schon vor uns, zusammen mit einem Teller Quelys und zwei Gläsern Wasser. Na dann: Salud! Testen wir doch mal …

Der erste Wein, den wir probieren, ist wohl einer der bekanntesten Rotweine aus dem Hause Ferrer: der Crianza – jener Wein, der in Form der bereits erwähnten Riesenflasche unübersehbar vor der Bodega steht! Sehr süffig, ich mag den Crianza!

Als Nächstes kommt der Rosé an die Reihe: der Rosat José L. Ferrer! Oh Mann, ist der frisch! Mit unbeschreiblichen Aromen und für einen Rosé ausgesprochen vollmundig bei nur 12%. Das könnte mein neuer Lieblingsrosé werden.

Zum Abschluss gibt’s dann noch mal einen anderen Rotwein: den DUES, Sirah-Callet. Und der ist jetzt wirklich mit Abstand das heutige Wein-Highlight – samtig weich, ausgewogen und so was von gut. Das kann man nicht in Worte fassen, den muss man einfach gekostet haben!

Am Ende des Tages waren wir alle froh, nach der zugegebenermaßen geselligeren Weinprobe bei Macià Batle doch noch den Abstecher nach Binissalem zu José L. Ferrer und seinen grandiosen Weinen gemacht zu haben! Deshalb  kann ich Euch diese kleine halbtägige Weintour zur Nachahmung nur dringend empfehlen 😉

VIVA MALLORCA! wünscht Euch schon mal viel Spaß dabei!

!HASTA LA VISTA!


Kommentar