Inselhopping von Mallorca nach Menorca – lieber nicht im Spätsommer

Inselhopping von Mallorca nach Menorca – lieber nicht im Spätsommer

Ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen – heute geht’s weiter mit meiner Inselhopping-Story… Wo war ich noch mal stehen geblieben?! – Ach ja, bei den Spucktüten!  

Oh Mann, das Leben kann manchmal wirklich zum Kotzen sein: Zumindest war es das definitiv für einige, die an diesem Mittwochmorgen mit uns auf der Fähre „Alcantara Dos“ in Richtung Menorca schipperten …

Manchmal ist das Leben ganz schön zum Kotzen

 

Als wir an Bord der „Alcantara Dos“ gehen, ist die Welt noch in Ordnung

Kaum haben wir das geschützte Hafenbecken verlassen, geht’s auch schon los mit dem Geschaukel! Während mein Mann und ich noch relativ entspannt in unseren Lounge-Sesseln am Fenster sitzen und wie gebannt aufs aufgewühlte, schaumkronenbesetzte Meer starren, dringen vom Nachbartisch bereits die ersten Würggeräusche zu uns rüber. Keine fünf Minuten später sind um uns herum fast alle damit beschäftigt, die bereits erwähnten Spucktüten mit Inhalt zu füllen! Am Tisch vor uns ist ein junger Mann schon ganz grün im Gesicht, seine Freundin liegt neben ihm zusammengekrümmt auf der Sitzbank und stöhnt vor sich hin. Irgendwo im Hintergrund fangen Kinder laut zu weinen an…

Wenig später liegen die Ersten seekrank flach …

Während ich mich gerade frage, wie lange es wohl noch dauern wird, bis auch mir speiübel wird, erscheinen plötzlich mehrere Schiffsstewardessen auf der Bildfläche, um benutzte Spucktüten gegen neue auszutauschen und – soweit möglich – Hilfe zu leisten.

Eine von ihnen kommt, mit einem blauen Müllsack voller eingesammelter Spucktüten beladen, schließlich auch zu uns rüber: Wir sollen in den vorderen Teil der Fähre gehen. Dort würde es nicht ganz so schaukelt wie hier am Schiffsende, meint sie.

Wie Volltrunkene schwanken wir von Wand zu Wand

Doch das ist leichter gesagt, als getan: Wie zwei Volltrunkene in einem Slapstick schwanken wir breitbeinig durchs Schiff. Knutschen dabei mehrmals erst die rechte Wand und – weil’s so schön ist – auch gleich darauf noch die linke. Autsch!, das tut weh. Meinen lang ersehnten Bootsausflug nach Menorca hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt …

Geschafft: Land in Sicht! Gleich hat das Geschaukel ein Ende…

Obwohl es dann im vorderen Teil der Fähre tatsächlich nicht mehr ganz so schlimm ist, bin ich doch heilfroh, als wir nach eineinhalb Stunden in Ciutadella mit unserem Wagen von der „Alcantara Dos“ rollen und endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben!

Shit happens – Doch dafür kann Menorca nichts

Jetzt heißt es die Strapazen der Überfahrt bei einer abwechslungsreichen Inseltour ganz schnell hinter sich zu lassen. Aber davon erzähl ich Euch ein andermal…

Mein Tipp: Macht diese Bootstour – außer Ihr seid hart im Nehmen – lieber nicht im Spätsommer! Wie ich leider auch erst nach unserem Ausflug erfahren habe, ist das Meer ab Mitte August häufig aufgewühlter als sonst, da jetzt erste kalte Luftmassen aus dem Norden übers Meer ziehen und für starken Wellengang sorgen.

FAZIT: Inselhopping von Mallorca nach Menorca ist für Seeuntüchtige nur bedingt zu empfehlen – auch wenn die Rückfahrt im Vergleich zur Hinfahrt relativ ruhig verlief. Als reiner Tagesausflug lohnt sich das Ganze aufgrund der recht hohen Kosten von 60 Euro/p. P. und 50 Euro/Pkw eher weniger (Preise können im Internet gegebenenfalls abweichen.). Im Nachhinein betrachtet, würde ich das Ganze deshalb   eher als Wochenendtrip mit 1 bis 2 Übernachtungen empfehlen.

Nicht gerade ein Schnäppchen – die Überfahrt von Mallorca nach Menorca!

 

INFO: Die täglichen Abfahrtszeiten und Buchungsmöglichkeiten findet Ihr hier


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