Vor- und Nachteile eines Immobilienkaufs auf Mallorca – meine Erfahrungen

Vor- und Nachteile eines Immobilienkaufs auf Mallorca – meine Erfahrungen

Wenn mich jemand fragt, wie das denn jetzt so ist, eine Immobilie auf Mallorca zu haben, antworte ich ganz gern: „Keine Rose ohne Dornen!“  Was ich damit meine?Lies weiter und erfahre es…

Ja, was meine ich mit „Keine Rose ohne Dornen“?! Ihr ahnt es sicher schon: Selbst eine so tolle Sache wie eine Zweitwohnung auf Mallorca hat nun mal nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile! Fragt sich nur, welche?!? – Ich habe mal versucht, meine ganz persönliche Top-5-Liste zu diesem Thema für Euch zusammenzustellen:

 

Mallorca liegt nicht gerade um die Ecke… 

… so wie Timmendorf oder Dänemark, wenn ich das jetzt mal als Hamburgerin betrachte! Klar, hab ich das auch schon vor dem Kauf unserer Wohnung gewusst… Aber nachher ist man ja immer schlauer, oder?!? Wie konnte ich zum Beispiel ahnen, dass just in dem Moment, in dem wir unsere Wohnung kaufen, AirBerlin und Niki als zwei der Hauptanbieter bezahlbarer Mallorca-Flüge Pleite gehen. Von jetzt auf nachher verdoppeln sich damit die Preise für ein Flugticket!  Und plötzlich wird einem klar: Ohne Flieger wird’s dann schon etwas schwieriger, in die zweite Heimat zu kommen … Also Schwimmen mal ausgenommen, bleiben alternativ noch die Fährverbindungen von Barcelona oder Toulon. Das wiederum ist aber von Hamburg aus mit einem enormen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, den man glaube ich nicht dauerhaft als Alternative zum Fliegen in Betracht ziehen möchte …

Und selbst wenn die Flieger fliegen, so fliegen sie nicht immer pünktlich: Wir für unseren Teil haben in den vergangenen zwei Jahren in der Regel mehr Verspätungen als pünktliche Abflüge gehabt! Das kann einen irgendwann schon ziemlich nerven…

Kurz und gut: Mallorca ist im Prinzip, solange es genug direkte Flugverbindungen gibt, von Deutschland aus innerhalb von zweieinhalb Stunden gut zu erreichen, aber eine 100-prozentige Garantie dafür gibt es leider nicht!

 Money, money, money – unterschätzte Nebenkosten

Klar, hab ich auch das schon vor der Beurkundung gewusst: Es fallen einfach immer Nebenkosten an, wenn man eine Immobilie hat – egal ob in Deutschland oder auf Mallorca! Mit dem kleinen Unterschied, dass die Nebenkosten auf Mallorca für uns erst mal nicht so klar abzuschätzen waren. Man weiß, wie hoch das monatliche Hausgeld ist, man weiß auch so ungefähr, wie hoch die Müllgebühr sein wird – Aber wie hoch die Kosten für den Internetanschluss, für Strom, Wasser und Gas auf Dauer sein werden, das zeigt sich erst später! Dazu kommen noch weitere Abgaben, wie zum Beispiel die jährliche Steuer plus der dazugehörigen Anwaltskosten…

Und ob Ihr es glaubt oder nicht: Einer unserer höchsten monatlichen Kostenfaktoren auf Mallorca ist der Internetvertrag mit Movistar (andere Anbieter sind übrigens gleich teuer): satte 60 Euro!

Housekeeping – Wer kümmert sich um die Wohnung, wenn ich nicht da bin? 

Eine Immobilie auf Mallorca zu haben ist wirklich schön, keine Frage! Aber sich dann auch entsprechend darum zu kümmern, ist schon etwas schwieriger. Regelmäßig während unserer Abwesenheit mal nach dem Rechten schauen, den Briefkasten leeren, die Pflanzen gießen – wer soll das vor Ort machen? – Wir haben zum Glück damals über unsere Maklerin ein nettes Ehepaar empfohlen bekommen, das diese Aufgaben übernimmt. Aber das Ganze ist natürlich sowohl eine Vertrauensfrage als auch ein zusätzlicher Kostenfaktor …

Das leidige Thema „Reparaturen & Handwerker“

 Früher oder später braucht man auch auf Mallorca mal einen Handwerker, weil zu Hause etwas nicht funktioniert. Oft sind es nur Kleinigkeiten, aber auch die müssen repariert werden. Während ich in solchen Fällen in Hamburg mal schnell den Handwerker meines Vertrauens anrufe, bin ich diesbezüglich auf Mallorca immer ziemlich ratlos. Zum einen kenne ich hier keine entsprechenden Handwerker, und zum anderen ist mein Spanisch alles andere als verhandlungssicher. Von daher bin ich ständig auf fremde Hilfe angewiesen  – sei es von Nachbarn oder Residenten …

 No-Residente-Feeling & Sprachprobleme

Endlich weiß ich, was es heißt, irgendwo Ausländer zu sein. Auf Mallorca bin ich jetzt die extranjera – ich bin weder Fisch noch Fleisch: Ich lebe nicht dauerhaft auf der Insel, also bin ich ein No-Residente. Ich spreche schlecht Spanisch, also kann ich mich auch nicht so integrieren, wie ich es gerne tun würde. Das Ganze ist ein echtes Dilemma… Aber ich arbeite daran. Und zum Glück gibt es da ja noch meine wundervollen mallorquinischen Nachbarn Luisa und Fernando, die uns von Anfang an ohne große Vorbehalte willkommen geheißen haben – und mit denen wir über alle Sprachbarrieren hinweg in einem Kauderwelsch aus Englisch, Spanisch und Gebärdensprache kommunizieren. Ein dickes fettes Gracias an dieser Stelle an die beiden!!!

 

FAZIT: Ein Zweitwohnsitz auf Mallorca hat ohne Frage nicht nur Vor-, sondern  auch Nachteile! Und trotzdem würde ich persönlich mich immer wieder für einen Immobilienkauf entscheiden. Es gibt einfach kein schöneres Gefühl, als zu wissen: Ich kann jederzeit dorthin, wo andere Urlaub machen – auf die schönste Insel der Welt, die inzwischen zu meiner zweiten Heimat geworden ist!

Ich freue mich immer über Kommentare und beantworte auch gern Eure Fragen!

In diesem Sinne: ¡Hasta la vista!

 


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